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Das Künstlerduo Bright Blue Gorilla zeigt „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ im Filmclub 813 – Filmszene Köln hat sie interviewt

Das Künstlerduo Bright Blue Gorilla zeigt „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ im Filmclub 813 – Filmszene Köln hat sie interviewt
2. März 2017 Filmszene

Das Künstlerduo Bright Blue Gorilla zeigt „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ im Filmclub 813 – Filmszene Köln hat sie interviewt

Das amerikanische Künstlerduo Bright Blue Gorilla, bestehend aus dem Paar Robyn Rosenkrantz und Michael Glover, hat seinen sechsten Film gemacht: „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ ist eine romantische Komödie, ein Musical und ein Gangsterfilm mit surrealen Elementen.

Die Hauptrollen in dem wilden Genre-Mix spielen Christiane Paul und Francesco Mazzini und auch das Filmemacherpaar selbst hat darin einen wiederkehrenden Part – als griechischer Chor, der das Geschehen musikalisch kommentiert. Robyn Rosenkrantz und Michael Glover machen neben Filmen vor allem Musik und verbinden diese zwei Leidenschaften zu einem Gesamtkunstwerk.

Am 3.3.2017 kommen die beiden nach Köln – im Filmclub 813 präsentieren sie ihren aktuellen Film und geben ein Konzert.

Claudia Sárkány von Filmszene Köln hat mit ihnen über Bright Blue Gorillas Entstehungsgeschichte, das Leben ohne festen Wohnsitz und „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ gesprochen.

 

Filmszene Köln: Wann wurde das Duo Bright Blue Gorilla geboren und wie kam es zu dem Namen?

Robyn Rosenkrantz: 1990 haben Michael und ich angefangen, zusammen auf Tour zu gehen. Wir haben uns 1989 in einem Club in Hollywood kennengelernt. Dann haben wir ein Liebeslied geschrieben und haben uns verliebt.

Filmszene Köln: Das war die Reihenfolge – erst das Liebeslied und DANN habt ihr euch in einander verliebt?

Robyn Rosenkrantz: Ja, der Lovesong kam zuerst.

Michael Glover: Der Lovesong kommt immer zuerst.

RR: Ein Jahr später haben wir uns entschieden unsere Jobs aufzugeben, unser komplettes Hab und Gut zu verkaufen und One-Way-Tickets nach Europa zu buchen. Zuerst sind wir unter unseren eigenen Namen aufgetreten, aber dann haben wir entschieden uns zusammenzutun und brauchten einen Bandnamen.

MG: Etwas lustiges.

RR: Genau, etwas, das uns daran erinnern sollte, unser Leben und unsere Karriere nicht zu ernst zu nehmen. Ich hatte da vor kurzem den Film „Gorillas im Nebel“ gesehen und war fasziniert von Dian Fosseys Geschichte. Ich hatte also Gorillas im Kopf und so ist mir Blue Gorilla eingefallen. Michael meinte: „Das klingt wie ein depressiver Gorilla!“ Dann haben wir Bright davorgesetzt. Der Name hat viel Interpretationsspielraum gelassen. Ein guter Arbeitstitel für unsere Filme und unsere Musik.

FK: Was hat dazu geführt, dass ihr alles zurücklassen wolltet? Ich stelle mir vor, dass es da auch Widerstand aus eurem Umfeld gab und Leute gesagt haben: „Warum macht ihr das? Lasst das lieber sein!“ Wie war das?

MG: Damals dachten Robyns Eltern, dass wir verrückt sind, aber sie sind unsere größten Fans und Unterstützer geworden, weil sie gemerkt haben, dass es eine gute Idee war.

RR: Sie haben zu mir gesagt: „Endlich hast du einen Job und ein Auto und du verdienst ein bisschen Geld.“ Und ich habe geantwortet: „Aber ich bin nicht glücklich. Ich bin dazu geboren zu reisen und Musik zu spielen.“ In Los Angeles war ich nur Teilzeitmusikerin. Bevor ich Michael kennengelernt habe, war ich zwei Wochen in Holland und bin in lauter Clubs reinspaziert, habe da gespielt und bin dann von denen dafür bezahlt wurde. In L.A. geht es immer darum, sich zu verkaufen – man tritt auf, damit die Plattenfirmen einen sehen und man wartet darauf, entdeckt zu werden.

MG: Die Clubs in L.A. haben in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren gemerkt: „Wir müssen die Bands nicht bezahlen. Wir erzählen denen einfach, dass sie die Plattenfirmen einladen sollen und dass es eine gute Gelegenheit ist, um sich zu präsentieren.“ Es ging sogar so weit, dass die Bands dafür bezahlen mussten, um in einem Club aufzutreten. Zu der Zeit, als wir weggegangen sind, war das nicht unüblich.

RR: Jede halbe Stunde kam eine neue Band und man hat sein Publikum selbst mitgebracht. Als wir angefangen haben durch Europa zu touren konnten wir unser Glück kaum fassen – Wir haben gefragt: „Sollen wir Werbung machen für unsere Show oder Leute einladen?“ Und die meinten dann: „Nein, warum? Wir sorgen dafür, dass Zuschauer kommen.“

FK: Habt ihr heute einen festen Wohnsitz oder seid ihr noch immer ständig in Bewegung?

RR: Wir haben vorübergehende Projekt-Wohnsitze, aber kein ständiges Zuhause. Für „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ waren wir 14 Monate lang in Berlin. Wir hatten spezielle Künstler-Visas und haben dort die Vorproduktion und Produktion gemacht und ein bisschen Postproduktion. Es ist ziemlich großartig! Wir wissen nie, wo wir als nächstes sein werden. Die Frage ist immer: „Ok, wo spielt unser nächster Film?“

MG: Ja, es ist eine schöne Art zu leben. Es gab einen amerikanischen Schriftsteller namens James A. Michener und der hat immer für ein oder zwei Jahre in dem Land gelebt, in dem sein jeweiliger Roman spielte. Er hat zum Beispiel ein Buch über Israel geschrieben, dann ist er also für zwei Jahre mit seiner Frau dort hin gezogen. Das war ihr Lebensstil. Der entscheidende Punkt ist: Finde etwas in deinem Leben, das du liebst und finde heraus, wie du das verfolgen kannst. Wenn du das machst, fühlt sich alles besser an – Wenn du das Glück hast zu wissen, was deine tatsächliche Bestimmung und wahre Sehnsucht ist. Hoffentlich ist es etwas Gutes. (lacht)

RR: Das Tolle ist, dass wir zwischen den Projekten komplett abschalten können. Wir waren sechs Mal in Indien, ein toller Ort, um von allem zu entkommen und an neuen Songs und Drehbüchern zu arbeiten. Manchmal sind wir sogar sechs Monate am Stück dort. Wir sind wirklich überall auf der Welt zuhause.

FK: Das klingt traumhaft! Ist das manchmal auch anstrengend?

MG: Es gibt Tage, wenn du einfach nur denkst: „Oh Gott, was mache ich hier eigentlich?!“ Und dann wird es wieder besser.

RR: Wenn ich es auf den Punkt bringen muss, dann sind es zwei Dinge, die es einfacher machen: Zum einen machen wir das alles – reisen, unterwegs arbeiten, touren – seit 27 Jahren und wir haben Freunde in vielen verschiedenen Orten. Es ist, als hätte man überall auf der Welt Familie, die wir alle paar Jahre sehen.

MG: Jetzt sind wir in einem Hotel, was sehr ungewöhnlich ist. Das passiert nur ein oder zwei Mal während einer dreimonatigen Tour. Morgen besuchen wir zum Beispiel eine Freundin, die Schauspielerin ist und Tänzerin und Choreographin. Wir ziehen ständig durch die Gegend und finden so heraus, was unsere Künstlerfreunde so machen und haben Ideen, wie man deren Arbeit in ein zukünftiges Filmprojekt einbauen kann. Später rufe ich dann bei denen an und sage: „Hey, weißt du noch, als wir über diese Gemälde gesprochen haben – da ist eine Galerie in einer Filmszene und ich brauche ein paar Bilder an den Wänden. Kann ich dafür ein paar von deinen benutzen?“

RR: Genau, man ist nicht in einem anonymen Hotelzimmer, man ist Teil einer Gemeinde. Man ist kein Tourist, aber nimmt wirklich teil am Leben der anderen. Die andere Sache, die es einfacher macht, nicht nur an einem Ort zu leben, ist: Michael und ich meditieren zwei Mal am Tag und dann fühlen wir uns überall Zuhause, egal wo wir sind. Das ist wie ein Anker. Man braucht so eine nach innen gerichtete Praxis, sonst würde man sich ständig fragen: „Wo bin ich?“

FK: Ihr seid Musiker und habt eine Menge CDs aufgenommen, aber ihr habt auch sechs Spielfilme gedreht. Was kam zuerst und was hat dazu geführt, dass ihr Filme machen wolltet?

RR: Michael und ich sind für eine Weile nach L.A. zurückgegangen. Wir hatten das Ziel, dass unsere Musik in Filmen und im Fernsehen verwendet wird und wir wollten als Schauspieler arbeiten. Egal ob es für die Bühne ist oder für einen Film, für mich ist ein Performer ein Performer. Wir sind in einer großen Hollywood-Produktion mit Matthew Broderick und Alec Baldwin gelandet – Jeff Nathanson, der „Catch me if you can“ geschrieben hat, war der Regisseur – und wir spielen darin Freunde von Matthew Broderick die jedes Mal singen, wenn sie im Film auftauchen. Wir spazieren singend aus einem Flugzeug. Wir haben es geliebt, am Set zu sein und waren inspiriert. Wenn du einen Hollywood-Gig landest, zahlen sie dir eine Menge Geld. Wir haben mit dem Lohn unsere erste Kamera gekauft. Alle unsere Freunde in L.A. waren Schauspieler, also haben wir gesagt: „Lasst uns einen Film drehen! Wir fangen gar nicht erst mit Kurzfilmen an, wir springen direkt ins kalte Wasser und wagen uns an einen Spielfilm. Wir lernen es einfach, indem wir es machen.“

MG: Dann sind wir mit dem Film auf Tour gegangen. Am Ende hat sich das Projekt mit Kino-Aufführungen und dem DVD-Verkauf selbst finanziert. Also haben wir gesagt: „Hey, das funktioniert, lass uns einen zweiten machen!“ Wir haben eine bessere Kamera gekauft und einen zweiten Film gedreht, der mehr Beachtung erhalten hat. Eine renommierte deutsche Firma hat uns das Angebot gemacht, unseren nächsten Film zu finanzieren, aber die wollten zu viel kreative Kontrolle und wir haben abgesagt. Wir haben dann weiterhin im kleinen Stil produziert, bis zu unserem fünften Projekt „Go with Le Flo“. Eine französische Firma namens „Under the Milky Way“ ist auf uns aufmerksam geworden und seitdem arbeiten wir mit dieser wundervollen Gruppe künstlerischer Leute, die Kreative wirklich respektieren und ihnen Raum geben.

FK: Die kümmern sich für euch auch um die Finanzierung?

MG: Ja, die haben diesen Film mit uns koproduziert und wir haben uns gemeinsam um die Finanzierung gekümmert.

RR: Zum Teil lief es über Crowdfunding.

FK: Das hat wahrscheinlich gut funktioniert, da ihr ja mittlerweile schon so viele Filme gemacht habt. Ich vermute, dass ihr eine loyale Fangemeinde habt?

RR: Ja, Leute kennen unsere Filme! Wir arbeiten gerne mit denselben Schauspielern und Michael schreibt Rollen speziell für sie, wir haben also ein Ensemble und arbeiten als Künstlerkollektiv. Fast 300 Leute aus 36 verschiedenen Ländern waren an „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ beteiligt. Wir arbeiten alle gemeinsam an dieser einen Sache, weil wir gerne künstlerisch zusammenarbeiten. Wenn das Ergebnis Geld abwirft teilen wir die Einnahmen. Aber es geht nicht ums Geld. Wir nutzen lauter tolle Locations in Berlin oder Italien und Leute lassen uns dort umsonst drehen, einfach weil sie uns unterstützen wollen. So sind wir in der Lage dazu ein Projekt von einer so hohen Qualität mit fast gar keinem Geld umzusetzen – indem alle ihre Liebe und Energie reinstecken. Michael schreibt, führt Regie und schneidet den Film. Ich produziere. Die Musik machen wir gemeinsam. Gemeinsam kümmern wir uns ums Catering und Casting.

FK: Was hat „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ inspiriert? Gab es eine spezifische Erfahrung, die euch dazu inspiriert hat, eine Geschichte über einen depressiven Modedesigner zu erzählen, der sich in einer beruflichen und spirituellen Sackgasse befindet?

MG: Ich wollte mit zwei Themen spielen: Das Bedürfnis, den Stecker zu ziehen von all der Technologie, die uns ständig umgibt – 24-Stunden-Nachrichtenzyklen, Tweets und Facebook-Nachrichten alle paar Sekunden und alle tippen ständig irgendwas in ihre Smartphones – und die Frage: Wie ist das, wenn eine berühmte Person nicht als diese erkannt wird, was passiert? Für eine Weile habe ich in L.A. als Voice-Over-Regisseur mit ein paar sehr berühmten Leuten zusammengearbeitet und dort diese Erfahrung gemacht. Ich war damals so lange mit Robyn in Europa auf Tour gewesen, dass ich all diese amerikanischen Stars nicht kannte. Ein Mal habe ich mit Mark Wahlberg Aufnahmen gemacht und ihn gefragt: „Wie ist es so bei dir? Läuft das Geschäft?“ Und er hat geantwortet: „Ja, ich bin in ‚Planet der Affen‘.“ Ich hab erwidert: „Oh super, hast du eine Sprechrolle?“ Er meinte: „Ja, quasi die Hauptrolle.“ Ich habe mich dann entschuldigt: „Tut mir leid, ich wusste nicht, dass du berühmt bist.“ Ich glaube, dass berühmte Leute das oft eigentlich mögen, wie eine normale Person behandelt zu werden. Mr. Rudolpho ist reich, weltbekannt und einflussreich und er ist umgeben von Leuten, die alles tun, um es ihm recht zu machen. Seine Gefolgschaft besteht allerdings auch aus kontrollierenden Parasiten, die ihr Geld und ihr Renommee von ihm bekommen. Er sitzt in einem goldenen Käfig. Das war das Konzept – er wird die ganze Zeit beobachtet, sein CEO manipuliert ihn und dann trifft er diese Gruppe von Leuten, die komplett von der Informationsgesellschaft abgekoppelt leben, die nicht wissen, wer er ist und ihn behandeln wie einen normalsterblichen Durschnittsmenschen. In dieser Umgebung beginnt er zu heilen.

FK: Steckt ein Teil eurer Persönlichkeit in Mr. Rudolpho?

MG: Ich glaube alle Charaktere in meinen Filmen sind ein Amalgam aus Leuten, die ich getroffen habe und wahrscheinlich ist ein Teil von mir in jeder dieser Figuren.

RR: Wir begegnen ständig neuen Leuten und das ist eine der schönen Seiten des Auf-Tour-seins – wir führen oft sehr tiefgründige und intensive Gespräche mit Menschen, selbst wenn wir nur auf der Durchreise sind. Definitiv ist auch eine Menge davon im Film, was uns etwas bedeutet, wie wir Dinge persönlich empfinden.

MG: Man kann nicht anders. Aber anstatt eine konkrete Message zu vermitteln, versuche ich mich auf die Geschichte zu konzentrieren. Die Zuschauer können den tieferen Sinn enträtseln – wenn es einen gibt – ich will einfach nur in die Geschichte eintauchen und sehen, was passiert. Leute projizieren meistens ihre eigenen Vorstellungen auf einen Film und so ist ja Kunst – du machst sie dir zu eigen.

RR: Genau, egal ob es unsere Lieder sind oder unsere Filme, Menschen machen sie zu einem Teil von ihrem Leben. Wenn wir touren geben wir ein Konzert und dann sehen wir unseren Film gemeinsam mit dem Publikum an. Im Anschluss kommen Leute auf uns zu und reden mit uns über ihre Erfahrung. Es ist wirklich toll, dieses direkte Feedback zu bekommen.

FK: Was steht bei euch als nächstes an?

RR: Wir sind so ziemlich den ganzen Rest des Jahres auf Tour, aber wir beginnen mit der Vorproduktion unseres nächsten Films, den wir in einem Jahr drehen wollen.

FK: Und wo wird der euch hinführen?

MG: Wir kehren zurück nach Los Angeles, mit ein bisschen mehr Ahnung von dem, was wir tun, als damals, als wir angefangen haben Filme zu machen.

 

Foto: Still aus „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ © Bright Blue Gorilla

 

The American artist duo Bright Blue Gorilla, consisting of couple Robyn Rosenkrantz and Michael Glover, made its sixth film: „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ ist a romantic comedy, a musical and a gangster flick with surreal elements.

Chrstiane Paul and Francesco Mazzini play the main roles in the wild genre mix and the filmmaker couple also plays a recurring part in the film – as a Greek choir that musically comments on the action. Robyn Rosenkrantz and Michael Glover make music and films and merge these two passions into a total artwork.

On March third 2017 they will come to Cologne to play a concert and present their current film at Filmclub 813.

Claudia Sárkány talked to them for Filmszene Köln – about Bright Blue Gorilla’s genesis, life without a permanent residence and „Mr. Rudolpho’s Jubilee“.

 

Filmszene Köln: When was the duo Bright Blue Gorilla born and why did you choose this name?

Robyn Rosenkrantz: 1990 is when Michael and I really started touring together. We met in 1989 at a club in Hollywood. We wrote a love song and fell in love.

Filmszene Köln: There was the love song first and THEN you fell in love?

Robyn Rosenkrantz: Yes, the love song was first.

Michael Glover: The love song always comes first.

RR: A year later we decided to quit our jobs and sell everything we had and buy one-way-tickets to Europe. That’s when we started touring as Bright Blue Gorilla. At first we were playing under our own names. But then we decided to come together and had to come up with a band name.

MG: Something that was fun.

RR: Yeah, something to remind ourselves not to take our lives or our career too seriously. I had just watched the movie „Gorillas in the Mist“. I was fascinated by Dian Fossey’s story, so I had gorillas on my mind and I came up with Blue Gorilla. Michael said: „That sounds like a depressed gorilla!“ So we added the Bright part. It could be anything you want it to be. It’s been a great umbrella for our movies and music.

FK: What made you want to quit everything? I imagine there would be quite a lot of resistance from people around you who’d say: „Why would you do that? Don’t leave!“ What was that like?

MG: At the time Robyn’s parents thought we were crazy, but they’ve become our biggest fans and supporters, because they saw that it was a good idea.

RR: They were like: „You finally have a job, you have a car, you’re making a little money.“ And I said: „But I’m not happy. I was born to travel and play music.“ In Los Angeles I was only doing my music part time. Before I met Michael I was in Holland for two weeks and I walked into all these clubs and they let me perform and they paid me. In L.A. it’s about promotion, you play so that the record companies can see you, you wait to be discovered.

MG: The clubs in L.A. figured out in the late 70s and the early 80s: „We don’t have to pay the bands. We just tell them to invite record companies and it will be good exposure.“ They even got to a point where they would charge the bands to play in the club. That’s ended, but when we left they were doing that.

RR: Every half hour a new band would come in and you’d bring your own audience. When we started touring Europe it was amazing – we asked: „Do you need us to promote the show or do anything?“ And they’d be like: „No, why, we’re going to get our own audience to come in.“

FK: Where are you two based now? Or are you just rolling stones?

RR: We’re project based. We don’t have a permanent place. When we made „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ we spent 14 months in Berlin. We got special arts visas and did pre production there and production and a little of post production. It’s really neat. We don’t know where we’re going to be next. We ask ourselves: „Ok, where do we want to shoot our next movie?“

MG: Yes, it’s a very nice way to live. There was an American novelist called James A. Michener and he used to live for a year or two in whichever country his novel was set in. When I read about this a long time ago I thought: „This guy is great!“ He wrote a novel about Israel, so he moved there for two years with his wife. This was their lifestyle. Basically the point is: Find something in your life that you love and try to figure out some way to follow that. If you do that you’ll feel better about everything – If you’re lucky enough to know what your most intense purpose and true desire is. Hopefully it’s a positive thing. (laughs)

RR: The nice thing is – in between projects we really unplug. We’ve been to India six times. That’s a great place to get away from everything, work on new songs, work on new scripts. Sometimes we’ll even go for six months at a time. We live around the world really.

FK: That sounds dreamy! Is that sometimes also difficult?

MG: There are days when you’re just like: „Oh my god, I can’t believe I’m doing this.“ And then it gets better.

RR: If I had to narrow it down, there are two things that make it easier: One is that now that we’ve been travelling, touring and creating for 27 years, we have friends all over the world. It’s like having family in many places that we get to see every couple of years.

MG: We’re in a hotel now, which is unusual. That only happens once or twice during a three-month-tour. The rest of the time we stay with friends. Tomorrow for example we’ll go to visit a friend who’s an actress and a dancer and a choreographer. You’re constantly going place to place and finding out what artist friends are up to and get an idea how you might incorporate that into a future film. And then I’ll call them later in the year and say: „Hey, remember we talked about those paintings – there’s an art gallery in one film scene and I need a bunch of paintings on the wall. Could I use a few of yours?“

RR: Exactly, you’re not in an anonymous hotel room, but you’re part of a community. And you’re not a tourist, you’re really part of people’s lives. The other thing that makes not living in one place easier is: Michael and I meditate twice a day and whenever we sit down to meditate we feel at home. No matter where we go. That keeps us grounded. You do need some kind of internal practise, otherwise you’d constantly ask yourself: „Where am I?“

FK: You are musicians and recorded loads of CDs, but you also made six feature films. What came first and what made you two want to make films?

RR: Michael and I went back to L.A. for a while. We wanted to get our music into movies and TV and we wanted to do some acting. Whether it’s performing on stage or in a film – a performer is a performer in my eyes. We got into this big Hollywood movie with Matthew Broderick and Alec Baldwin, it’s directed by Jeff Nathanson who wrote „Catch me if you can“. In it we play friends of Matthew Broderick and every time we pop up we’re singing, we’re walking off an airplaine singing. We had so much fun, we loved being on set, we were inspired. When you land a Hollywood gig they pay a lot of money. So we took that paycheck and bought our first camera. All of our friends in L.A. were actors, so we said: „Let’s make a movie! We won’t start with shorts, we’ll just dive in and do a feature. We’re going to learn by doing.“

MG: Yes, we made our first film and started touring with it. It ended up paying for itself by doing cinema shows and selling DVDs. So we said: „Hey, this works, let’s do a second one.“ We bought a better camera and shot a second one, which got wider attention. We got an offer from a big German studio to finance our feature, but they wanted to much control and so we said no to that. We kept making our movies on a small scale until the fifth film, the last film „Go with Le Flo“. A French company discovered us, that’s who we’re with now. They’re called „Under the Milky Way“ and they’re a wonderful group of artistic people that run the company and they really respect creative people and give them room.

FK: They raise funding for you too?

MG: Yes, they coproduced this movie with us and we came up with ways to make the financing work.

RR: We also did crowdfunding

FK: That probably works quite well by now that you’ve made all these films? I suppose you have a loyal fan community?

RR: Yes, people know our work! We like to work with the same actors and Michael writes specific parts for them, so we’ve got an ensemble and work as an artist collective. There were almost 300 people from 36 different countries involved in „Mr. Rudolpho’s Jubilee“. We’re all working on this thing because we like to create art together. If it ends up making money, we’ll share the profits. But it’s not about the money. We go to all these amazing locations in Berlin or Italy and they people let us shoot for free, because they want to support us. And that’s how we’re able to make a high quality thing with hardly any money, by everyone putting their love and energy into it. Michael writes, directs and edits. I produce. We do the music together. We take care of catering and casting ourselves.

FK: What inspired „Mr. Rudolpho’s Jubilee“? Was there a particular experience that made you want to tell a story about a depressed fashion designer who’s feeling stuck in his career and life?

MG: I wanted to play around with two things: The need to be unplugged from our technology that’s around us – 24 hour news cycles, tweets and Facebook messages every few seconds, everybody constantly typing on their phones – and the question: What is it like when a famous person is unknown, what happens? I had this experience working as a director for voice over sessions in L.A. with some very famous people. I had been Europe so many years touring with Robyn at the time that I didn’t know all these American stars. One time I was working with Mark Wahlberg and I said: „How are you doing? Are you working?“ And he said: „Yeah, I’m in ‚Planet of the Apes‘.“ I answered: „Oh great, do you have lines?“ He goes: „Yeah, I’m like the lead.“ And I said: „I’m sorry, I didn’t know you’re famous.“ I think famous people often actually like that, to be treated like a normal person. Mr. Rudolpho is rich and famous and powerful and he has people around him that do everything to please him, but they’re also controlling parasites who get their money and prestige from him. He is a prisoner in a golden cage. That was the concept – he’s being watched all the time, the CEO manipulates him and then he meets this group of people who are completely off the grid, who don’t know who he is and they treat him like a normal human being. In that environment he starts to heal.

FK: Is there also a part of your personality in Mr. Rudolpho?

MG: I think the characters in my films are an amalgam of people I’ve seen, there’s probably a part of me in every one of the film’s characters.

RR: On our travels we’ve experienced all the characters in the film. We meet so many people all the time and that’s one of the lovely things about touring – we often have deep and intense conversations with people, even if we’re just passing through. There’s definitely also stuff we care about in the movie, the way we personally feel about a lot of things.

MG: You can’t help it. But instead of trying to convey some kind of message I try to concentrate on the story. Let everyone else figure out the message – if there is one – I just want to dive into a story and see what happens. Often people project their own ideas onto a film and that’s what art is, it becomes yours.

RR: Yes, people make it their own whether it’s our songs or our movies. They take it and make it part of their lives and are inspired. We tour with the movies – we play a concert and then watch the movie with the audience. Then people come and talk with us about what their experience was like. It’s really nice to get this feedback.

FK: What’s next?

RR: We’ll be pretty much touring the rest of the year, but are starting the preproduction on the next movie, which we want to shoot a year from now.

FK: And where will that take you?

MG: We’re returning to Los Angeles, knowing a little bit more about what we’re doing than when we started to make movies in the early days.

 

Photo: Still from „Mr. Rudolpho’s Jubilee“ © Bright Blue Gorilla

1 Kommentar

  1. Ray Purr 7 Monaten vor

    good interview, I like them. and I like it’s also in German, so I can practice a little bit.

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